face

2010// video projection on vertical retro-projectable screen / site-specific installation

Aus den verlangsamten Fragmenten des Selbstportraits geht eine neue Konstellation hervor: ein neu gestaltetes Gesicht, das sich nicht vervollständigen kann. In der Handlung dieser Videoarbeit erkennt man klare Anzeichen einer Transformation, die, durch den Akt des Make-up-aufbringens, zu einer neuen Identität führt. Diese Transformation erscheint unendlich zu sein. Sie wird keinen vollständigen Subjekt ergeben, sondern eher eine abwesene Identität, die letztesendes nie ergänzt wird; die nicht existiert. Trotzdem lässt die Materialität des Bildes auf einer senkrechten Projektionsfläche die Möglichkeit eines Objektes offen: wie in einem zerbrochenen Spiegel, nimmt man Teile der reflektierten Figur wahr und versucht aus jedem Stück das Ganze zu ergreifen. In diesem Moment wird ein Spannungsfeld zwischen Betrachter und Projektion erschaffen, der durch die verlangsamten Takten der Tonspur betont wird.

im Rahmen des Contemporary Art Ruhr 2010
am Kokerei Zollverein Essen