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Einzelausstellung von Gonzalo H. Rodríguez über eine kontrafaktische Geschichte Perus

„Anónimo“ ist die Bezeichnung für eine Künstlerfigur, über die kaum etwas bekannt ist. Einzig ihr künstlerisches Werk, das in Teilen wieder aufgetaucht ist, lässt Rückschlüsse auf einen historischen Zeitabschnitt zu, in dem in Peru ein grausames Terrorregime herrschte. Die aufgefundenen Kunstwerke dokumentieren die gewaltsame Machtergreifung der ultra-maoistischen Guerillagruppe „Leuchtender Pfad“ („Sendero Luminoso“) im Jahre 1990 und die darauffolgende vierjährige Herrschaft.

Die Geschichte dieser Terrorherrschaft, die so nie stattgefunden hat, erzählt sich aus dem Archiv eines anonymen Künstlers, das von Forschern und Sammlern zusammengetragen wurde und nun auf seine historische Bedeutung hin befragt wird. Das Archiv wird zum Dreh- und Angelpunkt einer Befragung der Vergangenheit, die auf die Zeichnungen, Malereien, Objekte und Videos einer Künstlerfigur baut, die selbst nicht mehr befragt werden kann. Das Ergebnis ist ein Katalog aus Index-Karten, die die Herkunft der jeweiligen Kunstwerke zu klären versuchen und damit auch ihre möglichen Geschichten erzählen möchten.

Im Rahmen der Einzelausstellung werden neben den Index-Karten erstmalig die Originalarbeiten von „Anónimo“ gezeigt.

Vernissage:

18.10.2019 | 19:00 -22:00

Weitere Ausstellungsdaten und Öffnungszeiten:

19.10.2019 | 19:00 – 22:00
20.10.2019 | 16:00 – 19:00
21.-23.10.2019 | nach Vereinbarung
25.+26.10.2019 | 16:00 – 19:00

Finissage und Konzert:

27.10.2019 | 18:00 – 22:00
Konzert von „ladyboi“ (Nela Doutch & Gonzalo H. Rodríguez) | 20:00

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